Das "Dazwischen" - Leben

Manchmal wache ich auf und frage mich, wer oder was ich überhaupt bin. Es fing in der Kindheit schon an, dass ich merkte: Ich bin nun mal anders. Während meine Freundinnen oftmals nur mit Puppen spielten, hatte ich auch Lego. Sicher ... das sind alles Kleinigkeiten, doch man merkt einfach innerlich, wenn etwas nicht stimmt. Ich hasste es mit meiner Mutter einkaufen zu gehen. Sie hatte sich so auf eine Tochter gefreut damals. Diese kann ich ihr nur zur Hälfte geben. Ich beneidete die Jungs, mochte ihre Art und wie sie miteinander umgingen. Doch irgendwie sahen mich viele nicht als das an, was ich war. Meinen Freunden habe ich nie etwas erzählt. Mein Ex meinte mal: "Ich will keinen Kumpel. Sondern eine Frau. Hör auf dich so männlich zu geben."  Wie soll ich denn aufhören? Wenn ich mich zum Teil männlich fühle? Erst meinem jetzigen Freund, habe ich es gestanden. Man kann nun mal sich selbst nicht verdrängen. Manchmal da mag ich den weiblichen Teil in mir nicht mal. An meiner alten Arbeitsstelle oder auch in Bewerbungsgesprächen ... oft muss ich mich verstellen. Und Verkleidungen tragen. Es gibt jedoch diesen Platz in mir ... an dem kann ich sein wie ich wirklich bin. Und das lebe ich dann auch aus. Ich hoffe nur, dass die Welt eines Tages offener wird. Mein jetziges Ziel, ist es erst Mal diesen Geburtsnamen abzulegen und endlich meinen Wunschnamen zu bekommen. Das wäre für mich das größte Geschenk.

17.5.15 23:13

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